Blog

Bericht aus dem ÜK

09.12.2016

Während den letzten zwei Wochen habe ich mit meiner Klasse den ÜK 3 „Multimediaprodukt erstellen“ absolviert. Dort erstellst du Audio- und Videoprodukte, Animationen und eine Website. Du nutzt dabei verschiedene Programme wie Photoshop, Premiere Pro, After Effects etc. und archivierst die verschiedenen Produkte mediengerecht. In diesem Beitrag gebe ich dir einen Einblick in den dritten überbetrieblichen Kurs als Mediamatiker.

Theorie muss sein

Während den ersten zwei Kurstagen wurden wir hauptsächlich mit der Theorie und den verschiedenen Programmen vertraut gemacht. Wir repetierten die Erstellung eines Films von der Idee zum Exposé, Storyboard, Drehbuch bis zum Drehplan und der Kamera, lernten das Programm Premiere Pro kennen und betrachteten verschiedene Aspekte einer Website etwas genauer. Da wir in der Berufsschule nur mit Mittelklasse-Kameras und dem Schnittprogramm Magix arbeiten dürfen, habe ich mich sehr auf die Arbeit mit den heute als Standard geltenden Mitteln gefreut.

Ideensammlung und Planung

Die ganze Klasse wurde anschliessend in Gruppen à drei Schülern getrennt. Jede Gruppe konnte sich eines der vorgegebenen Themen aussuchen, zu welchem sie bis zum Ende des ÜKs einen 50-120 sekündigen Film, sowie eine Website inklusive animiertem Banner erstellen sollte. Ein animiertes Banner gilt heutzutage zwar nicht mehr als modern, jedoch ging es bei dieser Aufgabe eher um den Lerneffekt, als um die Einhaltung der Standards.
Unsere Gruppe hat sich für das Thema „Hausmeister“ entschieden. Uns war klar, dass wir daraus nicht einfach einen „0815“ Film mit Berufsvorstellung und Interview machen möchten. Also kreierten wir verschiedene Ideen, setzten uns mit dem Hausmeister André zusammen und entschieden uns dann für ein Action-Szenario. Aus der Idee entstand schliesslich das Storyboard, in dem jede Szene, jeder Schnitt genau ersichtlich ist und mit einer Beschreibung der Kameraeinstellungen, besondern Looks und weiteres versehen ist.

Los gehts!

In der zweiten Woche, am vierten Tag des Kurses, fand dann der Dreh statt. Dort stellte sich heraus, dass eine gute Planung und ein vollständiges Storyboard viel helfen können. Neben dem Ablauf der Szenen soll auch noch auf die Kameraeinstellungen, das Equipment, die Schauspieler und Drehort geachtet werden. Den Überblick während dem Drehtag zu behalten ist also nicht gerade leicht, doch mit der entsprechenden Organisation und verschiedenen Checklisten geht das gut von der Hand.
Nach dem Drehen folgte die Post Production. Während unsere Cutterin am Film schnippelte erstellte ich die Website. Durch das Projekt, die mediamatiker.ch Seite aufzufrischen, hatte ich dort keine Probleme und konnte mich voll austoben.
Am letzten Tag folgte schliesslich die Präsentation des Filmes und der Website. Diese fand nur vor den beiden Dozenten statt und sollte einer Verkaufspräsentation ähneln, bei welcher wir den Kunden (also die Dozenten) von unserem Produkt überzeugen sollen. die Präsentation trägt 20% zur Gesamtnote des Kurses bei und sollte daher nicht unterschätzt werden. Das Produkt selbst zählt übrigens zu 60%, das soziale Auftreten zu weiteren 20% der Note.

Unser Video

Nach so viel Gerede möchte ich euch nun noch das Video zeigen, welches wir innerhalb der vier Tage realisiert haben. Es trägt den Titel „Bevor die Zeit abläuft“.

Team:
Caroline Laville, Tim König, Andrea Huber

Wie finde ich eine Stelle nach der Ausbildung?

02.12.2016

Soll ich nach der Ausbildung im gleichen Betrieb weiter arbeiten oder in ein anderes Unternehmen wechseln? Diese Fragen stellen sich alle Mediamatiker am Ende ihrer Lehre. Auf der einen Seite liegt der vertraute Betrieb, auf der anderen Seite die Abwechslung. Warum nicht mal was Anderes, von einem kleinen Unternehmen zu einem grossen oder umgekehrt? Und wie findet ein junger Mediamatiker eine gute Stelle?

Viele Angebote findest du im Internet, auf jobs.ch oder ähnlichen Seiten, das wird wohl jedem bekannt sein. Doch Stellen finden sich nicht nur im Internet. Schau mal in deiner ehemaligen Berufsschule oder Fachhochschule vorbei. In den meisten Schulen und Unis gibt es ein Blackboard, auf dem sich Stellenausschreibungen befinden. Hör dich auch mal in der Verwandt- und Bekanntschaft um, ein bisschen „Vitamin B“ hat noch nie geschadet. Als Mediamatiker hast du ein breites Spektrum an Kompetenzen und Fachwissen – ich empfehle dir daher, dementsprechend deine Suche zu gestalten!

Wie es der Zufall so will, gibt es auch in unserem Betrieb eine offene Stelle. Wenn du noch eine Stelle suchst oder jemanden kennst, der auf Jobsuche ist, schau doch mal vorbei: Customer Success Manager bei Picturepark. Übrigens: Es gibt unbegrenzten Kaffee. Umsonst.

Wenn du dich für ein Unternehmen entschieden und deine Bewerbung abgeschickt hast, wirst du im Idealfall wirst du zum Bewerbungsgespräch oder Probearbeiten eingeladen. Dort würde ich dir empfehlen, vor allem auf das Arbeitsklima und die Mitarbeiter zu achten. Rede mit den Angestellten und finde heraus, ob der Betrieb zu dir passt. Wenn du in einem Unternehmen arbeitest, das dir gefällt, steigert sich deine Leistung immens und du gehst mit mehr Motivation zur Arbeit. Bei den Vertragsverhandlungen ist es immer klug, auch einen Blick auf die Probezeit zu werfen. Die hilft nämlich nicht nur dem Arbeitgeber, sondern auch dir. Merkst du nach ein paar Wochen, dass du dich überhaupt nicht wohl fühlst im Unternehmen, kannst du dich schnell wieder nach einer neuen Stelle umschauen und musst die normale Kündigungsfrist nicht „absitzen“.

Laut Gesetz (OR Art. 335b) wird eine Probezeit von mindestens einem Monat verlangt. Während dieser Zeit beträgt die Kündigungsfrist sieben Tage. Nach der Probezeit gilt eine Kündigungsfrist von mindestens einem Monat. Diese darf nicht unterschritten werden. Einzige Ausnahme: In einem GAV (Gesamtarbeitsvertrag) darf die Kündigungsfrist im ersten Dienstjahr unter einem Monat liegen. Wenn du mehr wissen möchtest, kannst du hier alles nachlesen: OR Art. 335: Beendigung des Arbeitsverhältnisses

Jetzt bist du dran. Auf was achtest du bei der Jobsuche und wie hast du deine Anstellung gefunden? In den Kommentaren kannst du mit deinen Tipps noch mehr Mediamatikern helfen!

Go Live!

25.11.2016

Seit rund zwei Wochen ist die neue Version der Website nun live und verdient langsam einen neuen Blog-Eintrag. Daher möchte ich euch über den Ablauf eines Go Live berichten, da gehört nämlich mehr dazu, als nur auf ein kleines rotes Knöpfchen zu drücken (auch wenn das der spassigste Teil der Sache ist).

Wie im letzten Blog-Eintrag beschrieben, war die neue Version von mediamatiker.ch ein Projekt während meiner Ausbildung zum Mediamatiker EFZ. Meine Berufsbildnerin und mein Fachvorgesetzter übernahmen darin die Rolle des Kunden (wer den Eintrag noch nicht gelesen hat, kann das hier nachholen).
Zwei Wochen vor der Live-Schaltung organisierte ich als Projektleiter ein Meeting mit den Kunden. Diese konnten die Website anschliessend ihren Anforderungen entsprechend testen. In einem zweiten Meeting erhielt ich dann Feedback über Anpassungen, die noch gemacht werden sollten. Direkt im Meeting wurde entschieden, ob diese Anpassungen noch vor oder nach dem Go-Live übernommen werden sollen. Hier kann es je nach Produkt und Kunde zu einem Interessenkonflikt kommen: Einerseits möchte man den Release-Termin möglichst einhalten, andererseits möchte der Kunde das Produkt genau nach seinen Vorstellungen sehen. Es ist also Kommunikation, Organisation und Planung wichtig.

In meinem Fall beliefen sich die Arbeiten, welche unbedingt noch vor dem Release gemacht werden mussten, auf ein Minimum. Diese führte ich also durch und konnte dann, kurz vor Feierabend und Wochenende auf das „rote Knöpfchen“ drücken. Da die Neugestaltung der Website auch gleichzeitig meine erste Website ist, war ich dementsprechend nervös. Gleichzeitig war ich jedoch auch froh (und ein wenig stolz), das Projekt bald beenden zu können – schliesslich liegen mitsamt der Planung, Umsetzung, Testing und Dokumentationen ca. 160 Stunden Arbeit darin.

Über das Feedback nach der Live-Schaltung habe ich mich dann umso mehr gefreut. Doch wer denkt, dass ein Projekt mit der Fertigstellung des Produkts endet, liegt falsch. Zu einem Projekt gehört auch der Papierkrieg (Dokumentationen), Review-Meetings mit dem Kunden und so weiter. Solche Aufgaben werden in den meisten Fällen erst nach dem Go-Live des Produkts abgeschlossen. Das Ende des Projekts ist übrigens auf den 04.11.16 datiert – dann werden alle Dokus und Termine durch sein.

P.S.: Das „Knöpfchen“ ist gar nicht rot. Aber kennt ihr diese Action-Filme, in denen der rote Knopf im Sportwagen des Helden immer bedeutet „Drück diesen Knopf nicht!“? Genau so hat der mich angeschaut, als ich ihn zum ersten Mal benutzt habe.

Wer bin ich – und wieso mache ich das?

31.08.2016

Herzlich willkommen auf mediamatiker.ch – und zum ersten Blogeintrag. In diesem Blog bringe ich euch regelmässig Infos über die tägliche Arbeit eines Mediamatikers, die Herausforderungen und Erfolge. Gleichzeitig möchte ich euch auf dem Laufenden halten, wie es in der Berufswelt des Mediamatikers aktuell aussieht. Konstant werden neue Informationen, Videos und Sonstiges veröffentlicht. Dieser Blog eignet sich als Plattform perfekt dazu, diese Inhalte an das richtige Publikum zu verbreiten.

Nun, wie beginnt man also mit einem Blog? Am besten mit einem ersten Beitrag. Und in diesem möchte ich euch kurz vorstellen, wer ich bin und wieso ich mediamatiker.ch von Grund auf überarbeitet habe.
Ich mache die Ausbildung zum Mediamatiker EFZ in der VIT AG in Aarau, in der DAM-Branche etwas besser bekannt unter dem Namen Picturepark. Zur Zeit, in der ich mit der Arbeit an der Website mediamatiker.ch begonnen habe, war ich im ersten Lehrjahr. Mittlerweile bin ich im zweiten Jahr angelangt und werde das Projekt in Kürze abschliessen können. Mit 22 Jahren gehöre ich schon zum „älteren Semester“ unter den Lehrlingen, bringe jedoch auch schon etwas Erfahrung mit, da dies meine zweite Ausbildung ist.

Um möglichst viel lernen zu können, habe ich meine Ausbildner nach Herausforderungen gebeten. Zu meinem Glück ist mein Fachvorgesetzter auch gleichzeitig der Ersteller und Betreiber der „alten“ mediamatiker.ch Website. Auch er hatte diese während seiner Ausbildung erstellt und gab nun mir die Aufgabe, diese komplett zu überarbeiten. Die Aufgabe wurde in ein umfassendes Projekt mit verschiedenen Vorgaben gewickelt. Nun hatte ich also meine erwünschte Herausforderung erhalten. Während der Umsetzung lernte ich vieles über die Planung eines Projektes, Web-Design, die Arbeit mit HTML, CSS, Javascript, einem CMS und noch vieles mehr.

Bis hierhin soll es das erst einmal mit dem ersten Eintrag gewesen sein. Hast du Fragen zu mir, zum Projekt oder der Website selber? Schreibe einen Kommentar zum Eintrag!




|