Während der Ausbildung

Arbeit in der Ausbildung

Die Arbeit als Mediamatiker ist herausfordernd, spannend und vielseitig. Während der Ausbildung zum Mediamatiker EFZ wirst du durchschnittlich drei Tage pro Woche im Betrieb sein. Im Betrieb eignest Du Dir wichtiges Fachwissen an und übernimmst wichtige Tätigkeiten. Diese können sich je nach Betrieb und Abteilung unterscheiden. Unten stehend einige Beispiele aus dem Arbeitsalltag eines Mediamatikers:

  • Du beteiligst dich am internen IT Support und / oder am Kundensupport, wo du direkt mit externen Kunden Kontakt hast.
  • Du gestaltest und pflegst Websiten.
  • Du erstellst verschiedene Multimedia-Inhalte und nutzt dabei aktuelle Software.
  • Du arbeitest an Projekten mit und kannst diese auch planen. Zugehörigen Präsentationen visualisierst und führst du.
  • Du testest entwickelte Software und Updates selbstständig und kommunizierst dabei mit verschiedenen Abteilungen.
  • Du kannst bewusst mit Datenbanken umgehen und dich darin orientieren.

Im Bildungsplan des Mediamatikers findest du alle Kompetenzen, welche du in der Ausbildung erlernen wirst. Klicke auf der folgenden Seite einfach auf „Bildungsplan“, um diesen in PDF-Form herunterzuladen: Zum Bildungsplan

Berufsschule

Während der Ausbildung wirst du durchschnittlich zwei Tage pro Woche die Berufsfachschule besuchen. Die Verteilung der einzelnen Fächer über die verschiedenen Lehrjahre ist je nach Kanton unterschiedlich geregelt. Die Fächer, die du in der Berufsschule besuchst sind jedoch bundesweit gleich:

  • Produzieren und Verwenden von Multimedia
  • Ausführen von Gestaltung und Design
  • Einsetzen von ICT-Mitteln
  • Mitwirken in Administration und Betriebswirtschaft (hierzu gehören auch Finanz- und Rechnungswesen, sowie Wirtschaft und Recht)
  • Betreiben von Marketing und Kommunikation
  • Mitgestalten von Projekten
  • Deutsch
  • Englisch
  • Bürokommunikation
  • Sport

Wenn du dich für die Ausbildung zum Mediamatiker EFZ mit Berufsmatura entscheidest, kann es zu Abweichungen des Stundenplans kommen und du besuchst zusätzlich noch weitere Fächer:

  • Mathematik
  • Französisch

Die Gewichtung der einzelnen Fächer innerhalb des Qualifikationsverfahren findest du hier: Zum Qualifikationsverfahren

ÜK (Überbetriebliche Kurse)

ÜK 1: Personalcomputer in Betrieb nehmen

Du lernst selbstständig einen PC in Betrieb zu nehmen und diesen nach den gegebenen Vorgaben zu konfigurieren. Dazu gehört das Installieren eines Betriebssystems und weiteren nötigen Programmen, das Testen des Systems und Implementierung von geeigneten Schutzmassnahmen.
Dieser ÜK findet im 1. Semester statt und dauert fünf Tage.

ÜK 2: Gestalten und Designen von Layouts

Im zweiten ÜK erstellst und gestaltest du verschiedene Dokumente (Manual, Prospekt, Flyer u.ä.) für ein vorgegebenes Produkt. Dazu gehört ebenfalls das Erstellen einer Planung mit Arbeitsaufwand und Budget, sowie die Einholung von Offerten bei Druckereien.
Dieser ÜK findet im 2. Semester statt und dauert fünf Tage.

ÜK 3: Multimediaprodukt erstellen

Während dieses ÜK’s erstellst du Audio- und Videoprodukte, sowie Bild und Animation und archivierst diese professionell für eine mögliche Weiterverwendung in verschiedenen Anwendungen.
Dieser ÜK findet im 3. Semester statt und dauert sechs Tage.

ÜK 4: Dynamische Website herstellen

Du erstellst eine dynamische Website mit integriertem CMS und bindest die Inhalte, welche in früheren ÜK erstellt wurden, darin ein, nachdem du diese für das Web aufgearbeitet hast.
Dieser ÜK findet im 4. Semester statt und dauert fünf Tage.

ÜK 5: Kleines Netzwerk aufbauen und betreiben

Im letzten ÜK erstellst und verwaltest du ein kleines Netzwerk. Du kannst dabei Benutzer erfassen und ihnen die entsprechenden Rechte zuordnen, nötige Backups organisieren und Schutzmassnahmen, wie eine Firewall oder Antiviren-Massnahmen, implementieren.
Dieser ÜK findet im 5. Semester statt und dauert fünf Tage.

QV (Qualifikationsverfahren)

Der Abschluss der Ausbildung wird mit dem Beenden des vierten Lehrjahres und des Qualifikationsverfahren (QV), früher auch LAP genannt, absolviert. Die Abschlussnote für die Ausbildung wird aus mehreren Faktoren zusammengerechnet.

  • 40% Praktische Arbeit (IPA)
  • 40% Berufskenntnisse und Allgemeinbildung
  • 20% Erfahrungsnote: Berufsschule 2fach gezählt, ÜK einfach gezählt

qvGrafik

IPA (40%)

Die individuelle praktische Arbeit absolvierst du im letzten Semester in deinem Lehrbetrieb. Dabei wird vorher eine Aufgabe definiert, für welche du 70-90 Stunden im Betrieb Zeit hast. Dies unterscheidet sich je nach Kanton. Neben dem eigentlichen Projekt führst du noch eine Dokumentation. Am Schluss stellst du das Projekt deinem Berufsbildner und einer externen Fachperson in Präsentationsform vor. Zuletzt folgt ein Fachgespräch, bei welchem du mündlich Fragen der beiden Personen beantwortest. Die Präsentation und das Fachgespräch dauern max. 60 Minuten.
Folgende Zeitangaben werden empfohlen:

  • Projektplanung: 10% der Projektdauer
  • Projektumsetzung: 60% der Projektdauer
  • Dokumentation: 30% der Projektdauer
  • Präsentation & Fachgespräch: Nach dem eigentlichen Projekt (zählt nicht zu den 70-90 Stunden)

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Berufskenntnisse und Allgemeinbildung (40%)

Hier wird dein Wissen aus der Berufsschule getestet.

  • Produzieren und Verwenden von Multimedia, Ausführung von Gestaltung / Design,
  • Mitgestalten von Projekten: 15 minütiges Fachgespräch
  • Einsetzten von ICT-Mitteln: 60 Minuten schriftliche Prüfung
  • Wirtschaft und Recht, Finanz- und Rechnungswesen, Marketing: Insgesamt 240 Minuten schriftlich
  • Englisch: 60 Minuten schriftlich und ein 15 minütiges Fachgespräch
  • Vertiefungsarbeit (VA oder auch SVA), Fachgespräch und Präsentation: 30 Minuten

Sofern du ein Sprachdiplom in Englisch von Niveau B1 oder höher hast, wirst du von der schriftlichen und mündlichen Prüfung dispensiert.

Wenn du die Berufsmatura machst, bist du von der VA dispensiert. Dafür hast du eine Abschlussprüfung in Französisch und Mathematik. Sofern du das Französisch-Sprachdiplom in der Schule gemacht hast, kannst du auch dieses für die Abschlussnote zählen lassen und wirst somit von der Prüfung dispensiert.
   

Erfahrungsnote (20%)

Die Erfahrungsnote ergibt sich aus dem Durchschnitt der Noten aller acht Semester in der Berufsschule (doppelt gezählt) und den Noten aus allen ÜK’s (einfach gezählt). Sport und Bürokommunikation zählen nicht zu dieser Erfahrungsnote.

Lohn in der Ausbildung

Der Lohn in der Ausbildung ist nicht festgelegt. Einige Kantone legen Mindestlöhne fest oder empfehlen den Durchschnittslohn des jeweiligen Kantons. Dazu bieten die beiden Organisationen berufsberatung.ch und die ICT ebenfalls Empfehlungen. Unten kannst du deinen Kanton auswählen, um die Empfehlung für den Lohn in der Ausbildung zu erfahren. Bemerke dabei, dass es sich bei den Angaben um den Bruttolohn handelt (ohne Abzüge von NBUV, AHV etc.).